Begleitung der Suche nach einem Endlager für die hochradioaktiven Abfälle aus dem Betrieb der Atomkraftwerke soll als regionale Aufgaben verstanden werden – CDU-Regionalräte beantragen die Bündelung

Pforzheim/Freudenstadt. Die Begleitung der Suche nach einem Endlager für die hochradioaktiven Abfälle aus dem Betrieb der Atomkraftwerke soll als regionale Aufgaben verstanden und durch den Regionalverband für alle vier Stadt- und Landkreise begleitet werden. Dafür setzt sich die CDU-Fraktion in der Verbandsversammlung des Regionalverbandes Nordschwarzwald in einem Antrag ein. Dabei könnte der Sachverstand in einer zu schaffenden Stelle beim Regionalverband gebündelt werden.

„Für dieses Verfahren spricht auch, dass wichtige Punkte der Raumordnung und in der Folge auch des Regionalplanes betroffen sind“, begründet Fraktionsvorsitzender Günter Bächle (Mühlacker) in einer Pressemitteilung nach einer digitalen Fraktionssitzung den Vorstoß. „So spielen raumplanerische Aspekte wie Abstand zur Wohnbebauung oder die Nähe zu Naturschutzgebieten in den weiteren Arbeitsschritten eine Rolle.“ Planungswissenschaftliche Kriterien kämen zum Beispiel dann zum Tragen, wenn Regionen gleichwertige geologische Voraussetzungen bieten.

Deutschland suche nach einem Endlager für die hochradioaktiven Abfälle aus dem Betrieb der Atomkraftwerke. Das Endlager solle für einen dauerhaft sicheren Verbleib der Hinterlassenschaften der Atomtechnologie sorgen und damit einen Schlusspunkt für das letzte Kapitel der Atomenergienutzung in Deutschland setzen.

Im Herbst 2020 wurde, so die CDU in ihrem Antrag, mit dem sogenannten „Zwischenbericht Teilgebiete“ ein erstes Zwischenergebnis der Suche veröffentlicht, die 2017 begann. Den Bericht erstellte ein bundeseigenes Unternehmen, die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) mbH. Auf einer Deutschlandkarte werde sichtbar, dass das Unternehmen anhand der ihm bislang vorliegenden Daten für die Hälfte des Landes grundsätzlich günstige geologische Voraussetzungen erwarte. Dazu gehöre auch die Region Nordschwarzwald.

Weiter:

Endlager-Suche

« CDU-Kreistagsfraktion nennt Aufbereitung des Datenmaterials durch Fachbüro schlampig und fehlerhaft CDU-Fraktion fragt öffentliche Förderung von Wohnungsbau durch die L-Bank im Enzkreis ab »