CDU-Kreistagsfraktion fordert, beim Einsatz des mobilen Impfteams in Heimen allen eine Impfung anzubieten

Enzkreis/Pforzheim. Die dezentralen mobilen Impfteams (MIT) sind ab der landesweit für den 15. Januar 1921 geplanten Inbetriebnahme der Kreisimpfzentren (KIZ) im Einsatz, zuvor die MIT der Zentralen Impfzentren (ZIZ), wie zum Beispiel am 30. Dezember in Knittlingen oder danach in Pforzheim. Diese Vorgehensweise entspreche der seit längerer Zeit landesweit festgelegten Vorgehensweise, antwortete der Erste Landesbeamte beim Enzkreis, Wolfgang Herz, dem Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion, Günter Bächle (Mühlacker). Er hatte sich zusammen mit seinem Fraktionskollegen Gerd Philipp (Neuhausen) danach erkundigt, wann für Pforzheim und für den Enzkreis ein eigenes MIT zur Verfügung stehe. Das jetzige komme von Karlsruhe. Herz sagte, die Arbeit der MIT sei personell und organisatorisch an die ZIZ beziehungsweise KIZ gebunden; deshalb könne ein dezentrales MIT der KIZ für den Enzkreis und die Stadt Pforzheim nicht schon jetzt in Dienst gestellt werden.

Die CDU-Kreistagsfraktion forderte, beim Einsatz des mobilen Impfteams in Heimen allen eine Impfung anzubieten. Offenbar gebe es vom Regierungspräsidium Karlsruhe die Anweisung, die mobilen Impf-Teams dürften in den Altenheimen und Pflegeheimen nur die ständigen Bewohner impfen, aber keine Menschen, die in der Kurzzeit- oder Tagespflege oder im altengerechten Wohnen sind. Darauf beziehe sich zumindest ein Heim im Heckengäu, so Kreisrat Gerd Philipp. Er habe sich bei dem Einsatz des MIT in Knittlingen auch gewundert, dass nicht alle - Beschäftigte und Heimbewohner inclusive Tagesgäste - geimpft worden seien, so der Knittlinger Kreis- und Stadtrat Martin Reinhardt. „Ist es wirklich sinnvoll, in mehreren Durchgängen im selben Heim zu impfen?“ Anliegen müsse es doch sein, so viel wie möglich Menschen in den Heimen in kürzester Zeit mit dem notwendigen Schutz zu versehen.

Eine solche Anweisung des Regierungspräsidiums sei ihm nicht bekannt, so Wolfgang Herz an die Fraktion. Die Vorgehensweise der MIT des ZIZ werde eigenverantwortlich von dort gesteuert. „Grundsätzlich gehören die Beschäftigten in stationären Einrichtungen zur Priorität 1 (höchste Priorität) im Sinne der Coronavirus-Impf-Verordnung des Bundes.“ Es könnte gleichwohl sein, dass in der Anfangsphase der Impfungen, zum Beispiel abhängig von der Verfügbarkeit des Impfstoffes, innerhalb der Gruppe der vorrangig Impfberechtigten Prioritäten gesetzt werden müssten. Generell werde sich das Impfgeschehen noch viele Wochen vor allem an der Verfügbarkeit des Impfstoffes orientieren.

In diesem Zusammenhang würdigte die CDU-Kreistagsfraktion nachdrücklich die Arbeit des für Pforzheim und den Enzkreis zuständigen Kreis-Gesundheitsamtes. Wenn Fragen aufkämen, wie die nach Zahl und Einsatzbreite der mobilen Impfteams, antworte das Landratsamt sehr rasch und schaffe Klarheit, selbst an Feiertagen und Wochenenden, lobte Fraktionsvorsitzender Günter Bächle in einer Pressemitteilung.

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