CDU Fraktion Enzkreis

Die CDU Fraktion im Kreistag des Enzkreises

10.12.2017

Enzkreis nun mit einem der günstigsten Umlagesätze

CDU-Kreistagsfraktion bei der Haushaltsklausur in Lienzingen

Mühlacker-Lienzingen. Mit der durch den gemeinsamen Antrag aller Kreistagsfraktionen für 2018 durchgesetzten Kreisumlage von 27,15 Punkten gegenüber den vom Landrat beantragten  29 Punkten hat der Enzkreis fast den günstigsten Satz im Vergleich zu seinen Nachbarn und in der Region. Das sagte der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Günter Bächle, am Samstag bei deren Haushaltsklausur im Lienzinger Nachtwächter. „Auch hier sind wir top.“ Der Satz gibt an, wie viel Prozent ihrer Steuereinnahmen die 28 Kommunen an die Kreiskasse überweisen müssen. 

Landesweit liege der Durchschnittssatz bei 31 Punkten, zitierte Bächle aus einer aktuellen Erhebung von Landkreistag und Kreisverwaltung. Der Kreis Freudenstadt habe 32,70 Prozent beschlossen, Karlsruhe 32, Heilbronn 30, Rhein-Neckar 28,75 und Ludwigsburg 28 Punkte. Nur Calw liege etwas niedriger als der Enzkreis, heißt es in einer Pressemitteilung der CDU-Kreistagsfraktion. 

Dass der Kreistag hart geblieben sei, belasse mehr als fünf Millionen Euro bei den Kommunen. Gegenüber dem Etatentwurf der Verwaltung sparten durch die Beschränkung des Umlagevolumens auf knapp 70 Millionen Euro die meisten Gemeinden im sechsstelligen Bereich. Der Sparkurs des Kreistags lasse beispielsweise, so Bächle, der Stadt Mühlacker 677.000 Euro mehr als zunächst geplant. Birkenfeld müsse 374.000 Euro weniger abführen, Ispringen 153.000 Euro, Heimsheim 123.000 Euro, Straubenhardt 225.000 Euro und Wiernsheim 102.000 Euro weniger. In Remchingens Gemeindekasse würden nun 298.000 Euro mehr für Aufgaben vor Ort verbleiben. 

„Wir haben dabei keine einzige Stelle in der Kreisverwaltung gestrichen“, betonte der haushaltspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Heiko Genthner (Königsbach-Stein). Einzige die von der Kreisverwaltung für 2018 beantragte 23 zusätzliche Stellen seien um zehn reduziert werden. Denn eine Stelle verursache nicht nur einmalige Kosten, sondern Jahr für Jahr. Zwar sprudelten die kommunalen Steuern immer kräftiger, doch es sei nicht auszuschließen, dass auch einmal wieder magere Zeiten kommen. Sich darauf rechtzeitig einzustellen, sei wichtig.