Jetzt hat der Landkreis auch ein Fahrzeug, das mit Wasserstoff angetrieben wird

Enzkreis. Premiere im Fuhrpark des Landratsamtes in Pforzheim: Den ersten, funkelnagelneuen H2 präsentierten Landrat Bastian Rosenau und Kreisrat Michael Sengle (Keltern) am Montag nach der Kreistagssitzung. Auf den Kreisrat geht eine Initiative der CDU-Fraktion im Kreistag vom Oktober 2019 für grünen Wasserstoff als Energieträger auch im Enzkreis zurück.
Kreisrat Sengle hatte kürzlich in der Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses des Kreistages die Verwaltungsspitze beim Tagesordnungspunkt Energie und CO2 Bilanz an ihre Vorbildfunktion erinnert und vorgeschlagen, auch ein Wasserstofffahrzeug in Erwägung zu ziehen. Dies las ein hiesiger Unternehmer in der Tagespresse und bot sofort ein entsprechendes Brennstoffzellen-Auto an, erläuterte der Verwaltungschef. Der Landkreis nahm diese Offerte an und jetzt steht ein supermodernes Fahrzeug im Fuhrpark.
Mit dem wasserstoffbetriebenen Auto sauber unterwegs – und trotzdem schnell und bequem am Ziel sein, lobte der Christdemokrat. Wasserstoffmobilität erfülle genau das: Sie sei Elektromobilität mit gewohntem Komfort – tanken in wenigen Minuten für gewohnte Reichweiten. Sengle freute sich über die schnelle Umsetzung seiner Anregung, ein Brennstoffzellenfahrzeug als Dienstwagen anzuschaffen. Der neue H2 Dienstwagen hat laut Mitteilung der CDU-Kreistagsfraktion eine Reichweite von mehr als 700 Kilometer.
In Deutschland gebe es bereits rund 100 Wasserstoff-Tankstellen und der Ausbau schreite voran, sagte Sengle. Dann könnten mehr als sechs Millionen Autofahrer auf Wasserstoff umsteigen, ohne größere Umwege in Kauf nehmen zu müssen. Von 2021 an würden Wasserstoffstationen vor allem dort errichtet, wo kurzfristig eine Nutzfahrzeugnachfrage zu erwarten sei und wo eine öffentliche Tankstelle für ein wachsendes Tankstellennetz auch für PKW sinnvoll erscheine.
Ein Brennstoffzellenfahrzeug, das mit Wasserstoff betrieben wird, fährt außerdem lokal emissionsfrei, denn durch die kontrollierte Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff entstehen außer Strom lediglich Wärme und Wasser, wirbt der Christdemokrat für die neue Technik.
Genutzt wird dieses neue Fahrzeug von der Ersten Landesbeamtin beim Enzkreis, Dr. Hilde Neidhardt, welche auch für den Umweltbereich zuständig ist.

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