Nachdem die Aufnahme der Maßnahme in das LGVFG-Programm des Landes erreicht werden konnte, muss die Planung in enger Abstimmung mit der Gemeinde Wurmberg weiter vorangetrieben werden

Wurmberg. Nachdem das Land Baden-Württemberg seine Beteiligung an den Kosten für den Bau der Ortsumfahrung von Wurmberg zugesagt hat, geht die CDU von einer raschen Aufnahme der weiteren Planung durch den Enzkreis aus. Denn die Umgehung wird als Kreisstraße gebaut. In einer gemeinsamen Erklärung des Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion, Günter Bächle (Mühlacker), des örtlichen Kreisrates Mario Weisbrich und des Wurmberger Gemeinderats Thomas Meeh heißt es, die wesentlichen Voraussetzungen für eine Realisierung der Maßnahmen seien nun vorhanden. „Jetzt kann gehandelt werden.“

Das Förderprogramm Kommunaler Straßenbau 2021 bis 2025 des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg umfasse einschließlich der bereits in den Vorjahren aufgenommenen Maßnahmen insgesamt 409 Vorhaben, so die Mitteilung der Fraktion. Die Kommunen investieren in diese Projekte rund 1,7 Milliarden Euro. Das Fördervolumen des Landes daran beträgt 660 Millionen Euro. Der Neubau der Kreisstraße 4501 - Teilortsumfahrung Wurmberg zwischen K 4501 und L 1135 - kostet nach Angaben des Ministeriums 4,8 Millionen Euro, das Land übernimmt davon 2,5 Millionen Euro.

Gemeinderat Thomas Meeh, auch Vorsitzender der CDU-Fraktion im Ortsparlament, sieht Vorteile dieses Projekts auch für andere Heckengäu-Gemeinden. Die Autobahnumleitung der A8 zwischen Heimsheim und Pforzheim-Ost werde entlastet. Zudem würden die Ortsdurchfahrten Wiernsheim, Pinache, Wurmberg und Öschelbronn umfahren. Ebenfalls entlastet werde in Wurmberg die durch den Enzkreis in den 1990er Jahren ausgebaute Öschelbronner Straße - multifunktionelle beengte Straße ohne abgrenzenden Bürgersteig - genauso zwei 90-Grad-Kurven im Ort (einer an der Evangelischen Kirche). Das Projekt Wurmberg "500" könne alternativ angefahren werden, die Gemeinde Wurmberg einen städtebaulichen Abschluss nach Nord-Osten erhalten. Ungeachtet der Argumente, so Meeh, seien die projektierten Kosten in Höhe von über vier Millionen Euro nur schwer nachvollziehbar. Die Vorteile der Teilortsumgehung für Wurmberg, aber auch für die gesamte Raumschaft liegen auf der Hand“, unterstützt auch der Bürgermeister Mario Weisbrich als CDU-Kreisrat im Heckengäu, die Forderung nach Realisierung der Maßnahme.

Die CDU-Kreistagsfraktion habe frühzeitig, unter anderem bei einer Begehung der vorgesehenen Trasse im Jahr 2012, ihre Unterstützung erklärt, betonte Fraktionsvorsitzender Günter Bächle. Die Ortsumgehung Wurmberg sei im aktuell gültigen Rahmenplan für die Kreisstraßen für 2022 zum geplanten Baubeginn vorgesehen. Dementsprechend seien auch Haushaltsmittel in der Vorschau für 2022 veranschlagt. Der für 2021 finanzierte Betrag von 200.000 Euro beziehe sich wie üblich auf vorbereitende Maßnahmen wie Grunderwerb und vorgezogene naturschutzrechtliche Ausgleichs-Maßnahmen.

Nachdem erfreulicherweise die Aufnahme der Maßnahme in das LGVFG-Programm des Landes erreicht werden konnte, könne die Planung in enger Abstimmung mit der Gemeinde Wurmberg weiter vorangetrieben werden. Die nächsten Schritte seien dann ein entsprechender Baubeschluss im Kreistag und der konkrete Zuschussantrag beim Land, zitiert Bächle aus der Antwort von Landrat Bastian Rosenau an die CDU-Kreistagsfraktion. Dieser Zeitplan werde von den Kreisräten der Union unterstützt.

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