Beim VCD-Vergleich unter den 22 baden-württembergischen Verbünden sieht der VPE bei den Kosten einer Tageskarte nicht gut aus

Enzkreis. Der Verkehrsverbund Pforzheim/Enzkreis (VPE) darf über die Ergebnisse des landesweiten Tageskarten-Vergleichs des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, fordert die CDU-Fraktion im Kreistag des Enzkreises in einer Stellungnahme vom Wochenende. Bei diesem Vergleich unter den 22 baden-württembergischen Verbünden sehe der VPE bei den Kosten einer Tageskarte nicht gut aus. Fraktionsvorsitzender Günter Bächle (Mühlacker) wandte sich deshalb an die Kreisverwaltung mit der Bitte um eine Bewertung und will wissen, welche Konsequenzen sie dem VPE anraten würde. Die CDU-Fraktion regt an, die Tageskarte des VPE auf eine 24-Stunden-Karte umzustellen. „Es kann nicht sein, dass die Menschen in den kleinen Verbundgebieten schlechtere Leistungen im ÖPNV erhalten.“

In diesem Zusammenhang verwies der Fraktionssprecher auf die zeitgleich zum VCD-Vergleich vorgelegte erste Bilanz des Tarif- und Verkehrsverbundes Stuttgart (VVS) Stuttgart nach der Reform seiner Tarife. Einfachere Zonengestaltung und günstigere Preise hätten zu einem Zuwachs an Fahrgästen geführt. Das belege, dass mit attraktiven Angeboten dem Rückgang der Fahrgastzahlen im VPE wirksam entgegengetreten werden könnte. Der ÖPNV müsse attraktiv sein. Doch nicht nur in Stuttgart, sondern auch im Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) tue sich etwas, betonte Kurt Ebel (Remchingen), Sprecher der CDU-Fraktion im Ausschuss für Umwelt und Verkehr des Kreistages, aus seiner persönlichen Erfahrung heraus: „Von September an kann ich mit meiner KVV-Netz-Jahreskarte 65 das komplette KVV-Netz inclusive Schienennetz des VPE rund um die Uhr (also nicht erst ab 9.00 Uhr) für 46 Euro/Monat nutzen und dabei alle meine Enkel unter 15 Jahren kostenfrei mitnehmen. Vielleicht kriegen wir das im VPE auch mal hin.“

Grundsätzlich verlangt die Fraktion, dass der VPE in seinen jährlichen Geschäftsberichten die mehrjährige Entwicklung der Fahrgastzahlen offen lege, so wie es andere der 22 Verbünde in Baden-Württemberg täten, unter anderem der Ostalbkreis.

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