Enzkreis. Die Kreisverwaltung griff die Anregung des Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion, Günter Bächle (Mühlacker) in der März-Sitzung des Verwaltungs- und Wirtschaftsausschusses des Kreistages auf, sich bei einer der Maßnahmen auf der europaweiten und interkommunalen Kooperationsplattform „cities4cities“ für die Ukraine zu engagieren. Unter der Schirmherrschaft des Kongresses der Gemeinden und Regionen Europas sowie des Europarats hatte die Stadt Sindelfingen das Hilfsprojekt initiiert.

Angesichts des Krieges in der Ukraine soll die Plattform ein Ort sein, so zitierte der Christdemokrat den Sindelfinger Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer, an dem die Hilfegesuche und Bedürfnisse der ukrainischen Städte mit den Unterstützungsangeboten und dem Know-how anderer europäischer Städte zusammengebracht werden. Mit Hilfe der Plattform würden lokale und regionale Politikerinnen und Politiker in diesen schwierigen Zeiten unterstützt, um sicherzustellen, dass lokale Infrastrukturen weiterhin vorhanden sind. Nur so könnten sie ihre Pflicht erfüllen und die täglichen Herausforderungen der Bürger in ihren Städten und Gemeinden bewerkstelligen.

Inzwischen zog Kreisbrandmeister Christian Sorg in einem Schreiben an Bächle eine Bilanz der Enzkreis-Hilfe via „Cities4Cities“. Die Kreisverwaltung habe die Anregung von damals gerne aufgenommen und sei mit den Behörden vor Ort in Kontakt getreten, was sich jedoch als sehr aufwändig herausgestellt habe. Die Hilfslieferung sei in der Zwischenzeit organisiert und das von der ukrainischen Stadt Butcha benötigte und angeforderte Material durch eine Spedition – die Spedition Benzinger als Spende - nach Rumänien gebracht und von dort aus in die Ukraine weiter transportiert worden.

Insgesamt habe es sich um 14 Paletten an Hilfsgütern gehandelt, die durch das Sachgebiet Bevölkerungsschutz des Landratsamtes zusammengestellt und von der Feuerwehr Remchingen unterstützt worden sei. Butcha erhielt demnach laut Sorg abgängige IT aus dem Landratsamt, Händedesinfektionsmittel, Flächendesinfektionsmittel, Schutzanzüge, Schutzbrillen
und Face-Shields. Die Kreistagsfraktion dankte den Spendern, der Feuerwehr und dem Kreisbrandmeister mit seinem Team für diesen Einsatz. Dies könne Anstoß sein auch für andere Kommunen. Bei der Tagung der deutschen Sektion der Gemeinden und Regionen Europas in Hannover hatte OB Vöhringer die Plattform als einer der Initiatoren vorgestellt. Bei dem Treffen vertraten die beiden Fraktionsvorsitzenden Hans Vester (SPD) und Günter Bächle den Enzkreis.

Das Projekt besteht weiterhin: https://cities4cities.eu

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